So progressiv und revolutionär wie der öffentlichkeitswirksam zur Schau gestellte Gestus es vermuten läßt, scheint der Forschungsalltag in Hermann Bausingers runderneuerter Tübinger Volkskunde nicht gewesen zu sein.1 Die ersten 30 Bände der Institutsreihe »Volksleben«, von Dorothee Bayers Trivialem Familien- und Liebesroman (1963) bis zu Manfred Nagls Science Fiction in Deutschland (1972), beides Beiträge zur Erzählforschung, beschäftigen sich — in chronologischer Reihung — mit klassischen Themen des volkskundlichen Kanons: Hafnerhandwerk, Volkstheater, Mundart, Fasnacht, Volkslied, Schembartlauf, Zauberei, Bauernhaus, Masken, Bauernaufklärung, Volkskunst und Kunstgewerbe, Heiligenverehrung.2
Es sind weniger die Themen, es ist vielmehr die Forscherhaltung gegenüber der Volkskultur, was den Unterschied ausmacht zu dem traditionellen Fachverständnis, das man in Tübingen kritisiert: Man hat sich dort verabschiedet vom Verständnis für das Volk und seine Sitten und Gebräuche, begegnet den Überlieferungen nicht mehr wohlwollend, sondern kritisierend, belehrend, bevormundend — mit einem Wort: besserwisserisch. Ein besonders krasser Fall: Wenn die Forscherin einem von ihr Interviewten zu belegen versucht, daß es gar nicht sein könne, daß der sonntägliche Kirchgang ihm als Kind nicht als Zwang erschien, wie der Befragte es angab — es käme ihm nur so vor, daß das zwanglos vonstatten ging, in Wirklichkeit (die die Forscherin besser kennt als der Erforschte) handelt es sich um einen durch Strafandrohung derart internalisierten »Zwangsakt«, daß ihn der Gezwungene nicht mehr als Zwang empfunden hätte.3 Bei diesen Machenschaften stieß man durchaus auf Widerständigkeit, wie Andreas Kuntz nicht ohne polemische Spitze Richtung Tübingen bemerkt: »Das Volk verhält sich nicht so, wie der Kulturwissenschaftler es gerne hätte.«4
In der Außenwirkung in die breite Öffentlichkeit hinein hat sich der Paradigmenwechsel ohnehin kaum bemerkbar gemacht: Noch 1983 konnte der Tübinger Liedermacher Christoph Stählin sich über das »Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft« (kurz: LUI) lustig machen und dessen »bekannte[n] Heimatkundler Dr. Lutz Hösle« (d.i. Utz Jeggle) damit durch den Kakao ziehen, daß er ihn mit einer Gruppe Studenten »Das Rote-Tücher-Tragen« erforschen und damit der Vergessenheit entreißen ließ, so daß der Tübinger Oberbürgermeister einen Verein zur Wiederbelebung dieses Brauchs gründen und damit die örtlichen Gewerbetreibenden fördern konnte.5 Was wäre eine Satire wert, die nicht wenigstens ein Körnchen Wahrheit bergen würde? Wenn Stählin fragt: »Haben wir nichts besseres zu tun als […] ›Volksbrauchtum‹ zu pflegen?« muß ihm das reale LUI seiner Zeit als jenes kritikwürdige Unternehmen erschienen sein, das er mit seinem beißenden Spott treffen wollte. Kritisierte man in Tübingen das, was man selbst betrieb?
Aber auch ins Fach hinein funkte Hermann Bausinger — titulatorisch jedenfalls — wenig revolutionäre Signale: Seine Einführungen firmieren nicht wie sein Tübinger Institut unter »Empirische Kulturwissenschaft«, sondern von 1971 bis 1999 durchgängig unter »Volkskunde«.6 1971 erscheint seine Volkskunde mit dem Untertitel »Von der Altertumsforschung zur Kulturanalyse« in der Reihe »Das Wissen der Gegenwart: Geisteswissenschaften« des Habel Verlags, unter diesem Titel mehrfach nachgedruckt bis 1999;7 und 1978 die Grundzüge der Volkskunde bei der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft Darmstadt.8 1984 verantwortet Bausinger als Herausgeber eine Neubearbeitung des Berufsleitfaden Volkskunde der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde, als dgv-Informationen 2 in Tübingen gedruckt; 1987 eine Volkskunde als empirische Kulturwissenschaft in der Reihe »Der Deutschunterricht« des Velber Verlags in Seelze. Erstmals verwendet der Schul-Gründer auf dieser Ebene hier den von ihm kreierten Namen für sein Fach, das nicht mehr so heißen soll, wie es in allen seinen Einführungen heißt: Volkskunde. Auch in dieser Inkonsequenz zeigt sich eine zögerliche Loslösung des Erneuerers vom Kritisierten.
Betrachtet man die Qualifikationsschriften später professoraler Bausingerianer wie Martin Scharfes (1936–2025) Evangelische Andachtsbilder und Die Religion des Volkes,9 Utz Jeggles (1941–2009) Judendörfer in Württemberg und Kiebingen, eine Heimatgeschichte10 oder Gottfried Korffs (1942–2020) Heiligenverehrung in der Gegenwart,11 hätte sich niemand gewundert, solche Titel12 in der von den Tübingern kritisch beäugten Münchner historisch-archivalischen Schule jener Zeit vorzufinden.
Vergleicht man allerdings das Spektrum Tübinger kulturwissenschaftlicher Forschung, deren geographischer Ausgriff über die protestantischen Landesteile Württembergs kaum hinausreichte, mit den Studien zweier führender Münchner Volkskundler in dieser Zeit, bestätigt sich die These von der Provinzialität der Tübinger EKW (siehe Folge III, »Habitus«).
Rudolf Kriss (1903–1973) etabliert auf dem Höhepunkt seines Schaffens eine beinahe das ganze Mittelmeer umspannende religiöse Volkskunde, die er sich im Wortsinne »erwandert« — mit Schwerpunkten im südlichen und östlichen Mittelmeerraum: Auf dem Balkan, in Griechenland, auf Zypern, in der Levante, der Türkei und im Maghreb. Fußend im Eigenen, der bayerischen Heimat,13 erweitert Kriss, sobald ihm das nach Berufsverbot und Krieg wieder möglich ist, sein großes Thema, das Wallfahrtswesen, zunächst mit Blick auf Europa14 und später den Vorderen Orient. In gewichtigen Monographien erschließt er dabei die volksreligiösen Landschaften der Orthodoxie15 und des Islam.16 Sein Volksglaube im Bereich des Islam ist kein gelehrtes Schreibtischwerk, Kriss erkundet darin Ägypten, Jordanien, Syrien, den Libanon, die Türkei und Jugoslawien aus eigener, empirischer Anschauung und Feldforschung.17
Über den unvergleichlichen, niemals mehr erreichten Kosmos eines Leopold Kretzenbacher (1912–2007) braucht man kaum ein Wort zu verlieren, sein Schriftenverzeichnis spricht Bände.18 Polyglott seit Studententagen, Italienisch, Griechisch und Serbokroatisch fließend beherrschend, spannte er seine ikonologischen und religionsgeschichtlichen Interessen über fast ganz Europa, mit einem Schwerpunkt in Südosteuropa. Er hat den Beweis erbracht, daß eine substantielle »Ethnologia Europaea« in einem Forscherleben geleistet werden kann.19
Kriss und Kretzenbacher bildeten ein kongeniales Duo, das traditionelle Volksfrömmigkeitsforschung auf einsame, nie zuvor und nie danach erreichte Höhen geführt hat dank ihrer Verwurzelung im Eigenen bei gleichzeitiger hochgradiger Internationalität und ihres eigenwilligen Ansatzes, Bräuche zu erwandern.20 Beide sind hochbedeutende und zukunftsweisende Pioniere in der Etablierung einer Ethnologie von Europa, die diesen Namen auch verdient. In Bausingers Tübinger Miniaturkosmos wurde ein derartiger Anspruch dagegen nie verwirklicht.
Renomeefragen
Nicht nur die Realität des Tübinger Forschungsalltags hielt dem eigenen Anspruch nicht Stand, auch die Bedeutung des Usurpators und Neuerers Bausinger wurde von ihm selbst und seinen Jüngern weit überschätzt.
Ein Student beschreibt die Atmosphäre am LUI in den 1980er Jahren: »Wir waren alle per Du, auch mit den Professoren. Ausnahme: Bausinger. Selbst Utz Jeggle hat ihn nie geduzt.« Wie war es um die Internationalität des Institutsleiters bestellt? »Wenig. Er ist ja nie weggekommen.« Bausingers Position in Universität und Stadtgesellschaft? »Er war die graue Eminenz.«
Man vergegenwärtige sich, welch intellektuelle Prominenz sich in bundesrepublikanischen Zeiten am Neckar tummelte: Nach dem Mauerbau 1961 verließ Ernst Bloch die DDR und lebte bis zu seinem Tod 1977 in Tübingen. Der Literaturwissenschaftler Hans Mayer flüchtete 1973 ebenfalls hierher — wo er eine Honorarprofessur bekleidete und 2001 starb. Der Theologe Hans Küng, Professor an der Eberhard Karls Universität seit 1960, war spätestens mit dem Eklat des Entzugs seiner kirchlichen Lehrbefugnis im Jahr 1979 internationales Gesprächsthema. Ein Mann aber »war Tübingen«, der Star »diese[r] Universitätswucherung mit angeschlossener Kommune«, ein Rhetoriker, dem — wie die Frankfurter Allgemeine berichtet — »nicht nur Studenten und Professorenkollegen, sondern Bürger, Angestellte, Hausbesitzer, Gewerbetreibende, Schauspieler, Musiker, Lehrer und Stadträte zu Füßen saßen und zuzeiten förmlich lagen«. Dieser Mann war Walter Jens.21
Hermann Bausinger hat — ohne seine Reputation im Fach Volkskunde in Abrede stellen zu wollen — im Who-is-Who deutschen Geisteslebens, das sich im Tübingen seiner Zeit versammelt hatte, keinen prominenten Platz besetzen können. Inge Jens schildert in ihrer Autobiographie Freundschaften mit Ernst Bloch und Hans Mayer in großer Ausführlichkeit, erwähnt den Germanisten Richard Brinkmann,22 einen Eintrag »Bausinger« sucht man im Register vergebens. Zumindest im Jens-Kosmos gilt: »Die Trias Bloch, Mayer, Jens machte Tübingen damals [in den 1960er und 1970er Jahren] so interessant wie […] später die Dioskuren Hans Küng und Walter Jens.«23 Jens selbst hält 1977 eine Aufnahme der ortsansässigen EKWler in seine Tübinger Universitätsgeschichte nicht für notwendig, obwohl er gemeinsam mit Bausinger Dissertationen betreut.24 »Aufbruch zu neuen Ufern« findet in dieser Perspektive jedenfalls ohne das Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft statt.25 Und wer außerhalb der kleinen Volkskundler-Gemeinde sollte sich im Januar 1969 für Bausingers Beitrag »Was wollen die Studenten eigentlich?« in der Ipf- und Jagst-Zeitung interessiert haben,26 wo der Studentenaufstand in Tübingen den greisen Philosophen Bloch »als eine Art ›Hegel redivivus‹« an seiner Seite glaubte?27
Wenn Hermann Bausinger 1987 über Ludwig Uhland, jenen in Württemberg fast überlebensgroßen Namensgeber »seines« Tübinger Instituts schreibt — wen meint er? Den politisierenden Dichter und Gelehrten — oder sich selbst? »Diese Enge [der Tübinger Provinz] trat objektiv in immer entschiedeneren Widerspruch zu seiner Bekanntheit und seinem weltweiten Ruhm — denn bald waren es ja nicht nur seine schwäbischen Landsleute, die sich an ihm aufrichteten, sondern aus allen Himmelrichtungen kamen sie, um den wortgewaltigen Mann kennen zu lernen.«28
In Fachkreisen hing dem Tübinger LUI und seinem unangefochtenen Princeps stets ein legendärer Ruf an. Andere Lehrstühle ließen es sich nicht nehmen, ihre Studenten in der Zwischenprüfung die Frage nach dem Namen vorzulegen, unter dessen Flagge in Tübingen gelehrt wurde. Wie die Machtverhältnisse in der deutschen Volkskunde tatsächlich verteilt waren, dazu hat sich eine aufschlußreiche Stichprobe überliefert: 1969 putschten Studenten bei der »tumultuösen«29 dgv-Tagung in Detmold den Gründungsvorsitzenden Gerhard Heilfurth buchstäblich vom Podium. Niemand wollte in dieser Situation für die Nachfolge kandidieren. Versammlungsleiter Matthias Zender schrieb daraufhin zwei Namen auf eine Tafel: Günter Wiegelmann und Hermann Bausinger.30 Letztgenannter, auf lokaler Ebene als »Volkskunde-Papst«31 apostrophiert, hat die Wahl verloren.
Ob man die Wahl, die offenbar unter chaotischen Umständen stattgefunden hat, als Richtungsentscheidung deuten darf, sei dahingestellt. Bemerkenswert ist indes schon, daß nicht die vorgeblich progressivste Volkskunde-Schule dieser Zeit den neuen dgv-Vorsitzenden stellen konnte, sondern mit Günter Wiegelmann (1928–2008) der Vertreter einer klassischen Volkskunde gewählt wurde, der zwischen 1955 und 1966 Assistent von Matthias Zender beim Atlas der deutschen Volkskunde in Bonn war, wo er 1966 seine Habilitation Alltags- und Festspeisen. Wandel und gegenwärtige Stellung nach Materialien des Atlas vorlegte.
Der Marsch durch die Institutionen kam langsamer in Gang, als es den Himmelsstürmern lieb gewesen sein dürfte. War die allzu deutlich artikulierte marxistische Stoßrichtung vielleicht noch nicht reif dafür, sich auf breiter Front durchsetzen zu können? Die nächste Folge wendet sich den Gesellschaftsumbauplänen zu, wie sie in Tübingen programmatisch ventiliert wurden.
Anmerkungen
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Deutlich wird dies etwa in Karin Bürkerts hausgemachter Dissertation von 2015: »Der Tübinger Arbeitskreis für Fasnachtsforschung. Produktion und Transfer volkskundlichen Wissens (1961–1969)«. ↩
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Einzig Harald Dankerts »Sportsprache und Kommunikation« fällt aus diesem traditionellen Rahmen. ↩
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Susanne Mutschler: Ländliche Kindheit in Lebenserinnerungen. Familien- und Kinderleben in einem württembergischen Arbeiterbauerndorf an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Untersuchungen des Ludwig-Uhland-Instituts der Universität Tübingen, Band 64. Tübingen: Tübinger Vereinigung für Volkskunde e.V., 1985 (zugl. Dissertation Universität Tübingen 1983), S. 78. ↩
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Andreas Kuntz: Symbolisch? Original, Migrationsgeschichte, Folklorismus. In: ders. (Hrsg.): Lokale und biographische Erfahrungen. Studien zur Volkskunde »Gast am Gabelmann«. Münster u.a. 1995, S. 351-366, hier S. 351. ↩
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Christoph Stählin: Das Rote-Tücher-Tragen. In: Der Rabe. Magazin für jede Art von Literatur Nr. 4. Zürich 1983, S. 39-41. ↩
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OPAC der Universitätsbibliothek München. ↩
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Unveränderte Nachdrucke dieser Ausgabe gibt 1979 und 1987 die Tübinger Vereinigung für Volkskunde als Sonderband 45,2 ihrer »Untersuchungen des Ludwig-Uhland-Instituts der Universität Tübingen« heraus. 1999 kommt erneut ein Nachdruck mit unverändertem Titel auf den Markt, nun erweitert durch ein Nachwort. ↩
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Weitere Auflagen unter demselben Titel folgen 1989 (2.), 1993 (3., unverändert) und 1999 (4., durchgesehen und um ein Vorwort erweitert). ↩
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Martin Scharfe: Evangelische Andachtsbilder. Studien zu Intention und Funktion des Bildes in der Frömmigkeitsgeschichte vornehmlich des schwäbischen Raumes. Tübingen 1968. — ders.: Die Religion des Volkes. Kleine Kultur- und Sozialgeschichte des Pietismus. Gütersloh 1980. ↩
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Utz Jeggle: Judendörfer in Württemberg. Tübingen 1969. — ders.: Kiebingen, eine Heimatgeschichte. Zum Prozeß der Zivilisation in einem schwäbischen Dorf. Tübingen 1977. ↩
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Gottfried Korff: Heiligenverehrung in der Gegenwart. Empirische Untersuchungen in der Diözese Rottenburg. Tübingen 1970. ↩
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Selbst der spätere Humboldtianer Wolfgang Kaschuba (*1950) fällt zunächst nicht mit Extravaganzen auf — er promoviert 1982 mit: »Dörfliches Überleben. Zur Geschichte materieller und sozialer Reproduktion ländlicher Gesellschaft im 19. und frühen 20. Jahrhundert«. ↩
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Rudolf Kriss: Volkskundliches aus altbayrischen Gnadenstätten. Beiträge zu einer Geographie des Wallfahrtsbrauchtums. Augsburg 1930. — ders.: Die religiöse Volkskunde Altbayerns. Dargestellt an den Wallfahrtsbräuchen. Baden bei Wien 1933. ↩
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Rudolf Kriss: Wallfahrtsorte Europas. München 1950. ↩
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Rudolf Kriss, Hubert Kriss-Heinrich: Peregrinatio neohellenika. Wallfahrtswanderungen im heutigen Griechenland und in Unteritalien. Wien 1955. ↩
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Rudolf Kriss, Hubert Kriss-Heinrich: Volksglaube im Bereich des Islam. Band 1: Wallfahrtswesen und Heiligenverehrung. Band 2: Amulette, Zauberformeln und Beschwörungen. Wiesbaden 1960, 1962. ↩
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Dazu kommen umfangreiche, zusammen mit Leopold Kretzenbacher geleistete Feldstudien in Tunesien, deren monographische Vorlage der frühe Tod von Kriss verhindert hat. Siehe den Vorbericht: Rudolf Kriss: Islamische Wallfahrtsorte im Umkreis der Oasen von Tozeur in Tunis. In: Helge Gerndt, Georg R. Schroubek (Hrsg.): Dona ethnologica. Beiträge zur vergleichenden Volkskunde. Leopold Kretzenbacher zum 60. Geburtstag. Südosteuropäische Arbeiten 71. München 1973, S. 158–162. ↩
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Helge Gerndt (Hrsg.): Leopold Kretzenbacher — Vergleichende Volkskunde Europas. Gesamtbibliographie 1936-1999. München 2000. ↩
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Leopold Kretzenbacher: Ethnologia Europaea. Studienwanderungen und Erlebnisse auf volkskundlicher Feldforschung im Alleingang. München 1986. ↩
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Kriss wird in diesem Zusammenhang viel zu wenig gewürdigt, er scheint heute noch vergessener und verdrängter zu sein als Kretzenbacher, mit dem er auf Augenhöhe einzuordnen ist; in diese Richtung: Volkskunde als historische Kulturwissenschaft. Gesammelte Schriften von Wolfgang Brückner IV: Zeitgeist und Zeitzeugenschaft 1968-1998. Würzburg 2000, S. 276. ↩
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Gerhard Stadelmaier: Der Linke als Zauberbergsteiger. FAZ vom 8.3.2008, www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/walter-jens-zum-geburtstag-der-linke-als-zauberbergsteiger-1513761.html. ↩
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Richard Brinkmann (1921–2002), Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft in Tübingen (1958–1986), dessen Habilitationsschrift »Wirklichkeit und Illusion. Studien über Gehalt und Grenzen des Begriffs Realismus für die erzählende Dichtung des 19. Jahrhunderts« (1955) lange »eines der einflussreichsten und meistgelesenen germanistischen Bücher« war: www.berliner-zeitung.de/richard-brinkmann-gestorben-li.14232. ↩
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Inge Jens: Unvollständige Erinnerungen. Reinbek bei Hamburg 2009, S. 127. ↩
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Fast peinlich berührt nach diesem eindeutigen Befund, wie dezidiert Bausinger seine universitäre Vertrautheit mit Walter Jens öffentlich ausstellt: Hermann Bausinger: Wir Kleinbürger. Die Unterwanderung der Kultur. In: Zeitschrift für Volkskunde 90, 1994, S. 1–12, hier S. 5. ↩
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Walter Jens: Eine deutsche Universität. 500 Jahre Tübinger Gelehrtenrepublik. In Zusammenarbeit mit Inge Jens unter Mitwirkung von Brigitte Beckmann. München 1977, Zitat S. 324. ↩
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Hermann Bausinger: Was wollen die Studenten eigentlich? In: Aalener Volkszeitung / Ipf- und Jagst-Zeitung Nr. 2 vom 3.1.1969, S. 12–14. Wiederabgedruckt in: Eckart Frahm, Wolfgang Alber (Hrsg.): Der blinde Hund. [Sammelband mit Texten von Hermann Bausinger zu dessen 65. Geburtstag]. Verlag Schwäbisches Tagblatt, Tübingen 1991, S. 204. ↩
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Unvollständige Erinnerungen, 2009 (wie Anm. 23), S. 128. ↩
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Hermann Bausinger: Einfach und sparsam. Anmerkungen zur Popularität Ludwig Uhlands. Sonderbeilage des Schwäbischen Tagblatts vom 25.4.1987. Wiederabgedruckt in: Blinder Hund, 1991 (wie Anm. 26), S. 166–172, hier S. 169. ↩
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Matthias Zender: Blätter für Deutsche Landesgeschichte 110, 1974, S. 70–73, hier S. 70, zitiert nach: Zeitgeist, 1975/2000 (wie Anm. 20), S. 285. ↩
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Helge Gerndt: Wissenschaft entsteht im Gespräch. Dreizehn volkskundliche Porträts. Münster u.a. 2013, S. 140. ↩
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Hardy Kromer: Wochenendtipps: Originale und Kopien. Südwest Presse, 24.3.2017, www.swp.de/suedwesten/staedte/hechingen/wochenendtipps-originale-und-kopien-23397911.html. ↩