Würde man alles Wissen der Welt, wie es in Abermillionen von Büchern aufgezeichnet ist, in elektronische Form überführen und im Internet bereitstellen; würde man außer den Texten auch alle Bilder und Klänge digitalisieren; würde man schließlich all das Gespeicherte durch Links miteinander verknüpfen und durch elektronische Kataloge erschließen — man hätte endlich jenes »Gedächtnis der Menschheit« ins Werk gesetzt, von dem man so lange schon geträumt hat. Vorbei wären die Restriktionen der Gutenbergischen Medienepoche, da man sich mühsam durch Bücher und Bibliotheken arbeiten mußte, um ein Leben lang jene noch unentdeckten Werke zu suchen und zugleich zu fürchten, die das eigene Denkgebäude im Nu hinwegfegen würden. Die neuen digitalen Medienverhältnisse würden vielmehr an die Stelle des zeitaufwendigen suchenden Nacheinanders eine schlagende Simultanität des Überlieferten setzen, das nicht nur in seiner Totalität auf einen Mausklick hin auf dem Bildschirm erscheinen, sondern auch die melancholische Fixierung auf das Geschriebene aufheben würde, um zu zeigen und zu Gehör zu bringen, was die digitale Welt jenseits des Alphabets an Interessantem und Wissenswertem noch zu bieten hat.
Der andere Name für diese Vision lautet »virtuelle Bibliothek«. Diese wäre nicht mehr das Nadelöhr der Informationsversorgung, wie es die auf uns gekommenen Bibliothekspaläste mit mürrischem Personal und abweisenden Öffnungszeiten sind, vielmehr wäre die virtuelle Bibliothek am besten als ein Servicezentrum zu beschreiben, das die technischen und personellen Ressourcen bereitstellt, um die Bürger erfolgreich ans Netz zu bringen und ihnen bei der Navigation durch die Datenströme zu helfen. Erfolgreich könnte die virtuelle Bibliothek nicht nur dadurch sein, daß sie den Bürgern einen Zugewinn an individuellem Wissen beschert, sondern auch dadurch, daß die digitale Totaltransparenz des gespeicherten Wissens demokratische Prozesse in der Gesellschaft stärkt und nicht zuletzt einen Informationsvorsprungs herbeiführt, der im globalen Wirtschaftskampf zum Sieg verhilft.
Und tatsächlich werden massive Anstrengungen unternommen, diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen: Während eine rührige Initiativen wie das Projekt Gutenberg 10.000 literarische Texte ins Netz gestellt hat und die großen Nationalbibliotheken dazu übergingen, interessante Teile ihrer Bestände zu digitalisieren (so etwa das Programm American Memory der Library of Congress in Washington), stellen die Bibliotheken ihre Kataloge ins Internet und machen sie über gemeinsame Suchmasken abfragbar (z. B. der Karlsruher Virtuelle Katalog) oder arbeiten daran, ihre Kataloge und Bestände mit den Suchmaschinen des Internet zu verknüpfen.
So beeindruckend diese Anstrengungen auf dem ersten Blick auch sein mögen, sie sind nur digitale Tropfen auf dem heißen Stein der Druckkultur. Die 10.000 Texte, die das Projekt Gutenberg ins Netz eingelesen hat, entsprechen dem wöchentlichen Bandzugang der Library of Congress bzw. dem vierteljährlichen Bandzugang einer durchschnittlichen deutschen Universitätsbibliothek. Will sagen: Die Digitalisierung kann schon unter quantitativen Gesichtspunkten nur einen marginalen Prozentsatz der überlieferten und neu erscheinenden Texte umfassen. Daß bei dieser Digitalisierung dann wenigstens Kostenvorteile für die Bibliotheken oder Nutzer winken, ist ein längst widerlegter Mythos der Digitalisierer.
Tatsächlich liegen die Gründe, die für die virtuelle Bibliothek zu sprechen scheinen, auch gar nicht auf der Ebene der harten Fakten. Vielmehr geht man unter dem Einfluß der Apostel des Internet davon aus, daß die alte Form des Wissenserwerbs über Bücher und Bibliotheken eine antiquierte Veranstaltung sei, die man durch neue und bessere Formen eines multimedialen Lernens im globalen Datennetz ersetzen müsse. Wie falsch indessen auch diese Vorstellung ist, zeigt uns ein Blick in die Bibliotheksgeschichte.
Das historische Modell, auf das unsere Bibliotheken zurückgehen, ist die große Bibliothek im alexandrinischen Museion, das eine von Ptolemaios I. um 300 v. Chr. gegründete und im Palastbezirk von Alexandria angesiedelte Forschungseinrichtung war. Um diese Einrichtung zu verstehen, sollte man sich drei Dinge vor Augen führen. Erstens war die Gründung des Museions keine philanthropische Maßnahme, sondern entsprang der Notwendigkeit, das kulturelle Gedächtnis der dünnen griechischen Erobererschicht gegen das mächtige Umfeld der autochthonen ägyptischen Kultur zu behaupten. Zweitens nahmen im kulturellen Gedächtnis der Griechen die überlieferten profanen Schriften, allen voran diejenigen Homers, den prominentesten Platz ein, so daß man sich im Museion bemühte, die in einer Vielzahl von Abschriften auf Papyrusrollen umlaufenden Texte in der eigenen Bibliothek zu sammeln und aus den unzähligen Varianten normierte Texte herzustellen. Drittens schließlich muß man, will man gezielt auf das Korpus der gesammelten Texte zugreifen, die Bibliothek nach sachlichen Gesichtspunkten in Schriftenklassen (Drama, Lyrik, Kochkunst u.a.m.) ordnen und die Ordnung in einem Katalog dokumentieren: das waren die Pinakes des alexandrinischen Dichters und Philologen Kallimachos, ein bio-bibliographisches Verzeichnis der griechischen Schriftsteller und ihrer Werke.
Der Erfolg dieses Modells bemißt sich nicht nach den schieren Quantitäten, obgleich die alexandrinische Bibliothek von geradezu mythischer Größe war: mit ihren mindestens 400.000 Papyrusrollen war sie doppelt so groß wie ihre Konkurrentin in Pergamon und um ein Unendliches größer als die nach ihr gegründeten Bibliotheken (erst seit dem 18. Jahrhundert gibt es Bibliotheken, die größer als die alexandrinische Bibliothek sind). Der Erfolg dieser Konzeption ist vielmehr daran abzulesen, daß damals in Alexandria eine Bewegung in Gang kam, die bis heute nicht abgebrochen ist: die philologische Arbeit am kulturellen Gedächtnis, die das schriftlich Überlieferte in Bibliotheken sammelt, um es nach einer kritischen Sichtung in neuer Textgestalt dem Traditionsstrom zurückzugeben.
Zugleich weist die alexandrinische Einheit von historisch-kritischer Philologie und Bibliothek darauf hin, daß die Arbeit am kulturellen Gedächtnis eine institutionell geschützte Arbeit mit konkreten Medien — hier: Papyrusrollen, später: Kodizes und Büchern — ist, deren bibliothekarische Sammlung den Raum der Überlieferung sinnlich erfahrbar macht: als den Gedächtnisraum einer Kultur, der sich nach außen hin gegen andere Kulturen abgrenzt, manches Fremde aufnimmt, und alles im Laufe der Zeit verwandelt. Und weil das so ist, können wir von den Bibliotheken auf den geistigen Raum einer Kultur schließen und die Weite und Metamorphose dieser Gedächtnisräume nachvollziehen: von Alexandria über Pergamon zu den römischen Bibliotheken der Kaiserzeit, von den Klosterbibliotheken in York, Fulda oder der Reichenau zu den Universitätsbibliotheken in Bologna und Paris, Prag und Heidelberg, von den Fürstenbibliotheken in Wolfenbüttel oder Weimar zu den Hofbibliotheken in Wien und München, von den ersten städtischen Bibliotheken in Nürnberg oder Leipzig über die bürgerlichen Bibliotheksgründungen im 19. Jahrhundert zu den großen öffentlichen Bibliotheken unserer Tage.
Freilich kündigt sich im 19. Jahrhundert eine Transformation dieser Gedächtnisräume an, die bis heute nicht abgeschlossen ist. Die eine Ursache dieser Transformation liegt darin, daß nun immer mehr Bücher hergestellt werden, so daß in der Folge die Bibliotheken immer größer und unübersichtlicher werden und dabei ihren Nimbus als Schatzkammern des Geistes verlieren. Die andere Ursache liegt darin, daß der rapide Fortschritt der Wissenschaften die überlieferten Wissenschaftsklassifikationen und mit ihnen die Bibliothekssystematiken zerstört, so daß es immer schwerer fällt, für die Flut der Neuerscheinungen in den Bibliotheksregalen den richtigen Platz zu finden. Kurz: der überlieferte Gedächtnisraum löste sich auf, und keine noch so klug ausgedachte neue Systematik der Wissenschaften war seither in der Lage, in den alten Kosmos des Wissens zurückzuführen.
Die Bibliotheken antworteten auf diese Herausforderung dadurch, daß sie auf die systematische Aufstellung der Bücher allmählich verzichteten und statt dessen zu seriellen Verfahren übergingen, mit denen sie den Zugang zum Bestand steuerten: Man stellte die Bücher einfach nach der Anschaffungsreihenfolge in die Regale und sorgte mit einem alphabetisch nach Autoren geordneten Hauptkatalog dafür, daß die benötigten Bücher auch wieder gefunden werden konnten. Vorbei die Zeiten, da ein Bibliothekar stolz darauf sein konnte, in seiner Bibliothek ein Buch auch ohne Katalog zu finden, weil er den Platz des Buches im Wissenschaftskosmos und damit in der Bibliothekssystematik und also den Bibliotheksregalen genau bestimmten konnte.
Das Internet und die virtuelle Bibliothek versprechen nun, den alten Gedächtnisraum zurückzugewinnen, indem sie das Problem der Quantität und der Qualität auf einen Schlag lösen. Sobald nämlich an die Stelle der unhandlichen Bücher aus Papier, die die Bibliotheken zu Städten aufblähen, der digitale Datenfile tritt, gibt es keine Platzprobleme mehr: Abermillionen von Bits finden auf winzigen Chips Platz, so daß es keine Utopie mehr ist, eine daumennagelgroße Bibliothek mit sich herumzutragen. Und gegen die Auflösung des Gedächtnisraumes gibt es ja die Links, mit denen man die digitalen Medien miteinander verknüpfen kann, so daß man trotz der Speicherung unendlicher Datenmengen einen Weg durch die Datenräume finden kann.
Wenn man freilich genauer hinsieht, dann zeigt sich, daß die virtuelle Bibliothek zwei wesentliche Moment aller bisherigen Bibliotheken nicht mit aufnimmt: die Aufspreizung zu einem globalen Servicezentrum oder einem »Gedächtnis der Menschheit« verzichtet erstens auf die institutionelle Einbindung der Bibliothek in eine Gemeinschaft und überspringt damit zweitens das Problem der Aneignung des kulturellen Gedächtnisses.
Soweit wir nämlich zurückblicken können, finden wir, daß die Bibliotheken Arbeitsinstrumente gelehrter Gemeinschaften waren, für die sich die Arbeit am kulturellen Gedächtnis mit der pädagogischen Aufgabe verband, dieses Gedächtnis an die nächste Generation weiterzugeben: das war so am Museion in Alexandria, es war so in den mittelalterlichen Klöstern, und es ist so an den Universitäten. Erst die Neuzeit setzt an die Stelle solcher gelehrter Gemeinschaften die Idee einer bürgerlichen Öffentlichkeit und gründet daher öffentliche Bibliotheken, die über eine von staatlichen Institutionen unabhängige Literaturversorgung zur Selbstbestimmung der Bürger in politischer und ökonomischer Hinsicht beitragen sollen. Aber auch hier bleibt die Gründung von Bibliotheken eng mit dem pädagogischen Ziel verbunden, in der Verbesserung der Schul- und Gewerbebildung die Autonomie einer partikularen bürgerlichen Gemeinschaft zu sichern.
Die Idee der globalen virtuellen Bibliothek kokettiert nun zwar mit einer Art Weltöffentlichkeit, der sie jederzeit und an jedem Ort zu Diensten sein will, aber es bleibt doch äußerst unklar, wie wir uns diese Weltöffentlichkeit denken sollen. Tatsächlich zeigen einschlägige Untersuchungen, daß das Internet im wesentlichen ein Phänomen der Ersten Welt ist, denn nur dort haben die Menschen genügend Geld, um sich die teure Grundausstattung für den Netzzugang — PC, Modem, Leitungsgebühren, Software — zu leisten, und nur dort entwickelt sich überhaupt eine flächendeckende Netzinfrastruktur.
Mag man auch diese im wesentlichen ökonomischen Restriktionen für ein temporäres Phänomen und die Herausbildung einer echten Weltgesellschaft daher nur für eine Frage der Zeit halten, so gilt diese Kautel jedoch nicht für das zweite Problem, das die virtuelle Bibliothek hat: das Problem der Aneignung des kulturellen Gedächtnisses. Der pädagogische Prozeß der Weitergabe des kulturellen Gedächtnisses ist nämlich nicht nur ein institutionell gebundener Prozeß, er ist auch ein wesentlich lokaler Vorgang, der sich im konkreten Erfahungsraum einer Gemeinschaft abspielt. Daraus resultiert die eigentümliche Form von Aneignung und Vergessen, die diesem Prozeß seit jeher innewohnt: weder ist die Abgrenzung des Eigenen gegen das Fremde jemals vollständig, noch bleibt das Eigene (oder Fremde) einfach das Eigene (oder Fremde), weil es immer schon so war; vielmehr sorgen Neugierde, Vergeßlichkeit und Schlamperei dafür, daß das heute Bekannte morgen schon völlig unbekannt sein wird, während das heute völlig Unbekannte morgen schon in aller Munde ist. Wer es nicht glauben will, möge bedenken, daß wir trotz der enormen Arbeit der alexandrinischen Philologen und ihrer Nachfolger von den vielen Hundert griechischen Tragödien und Komödien nur wenige Dutzend Stücke und Bruchstücke haben.
Vor diesem Hintergrund wirkt es natürlich zunächst sehr verlockend, wenn uns die virtuelle Bibliothek verspricht, den stets prekären Prozeß von Aneignung und Vergessen im Rahmen lokaler Gemeinschaften durch ein globales Totalgedächtnis alles Überlieferten zu ersetzen und also das Vergessen endlich vergessen zu können. Dann hängt freilich alles davon ab, ob die virtuelle Bibliothek geeignete Verfahren bereitstellen kann, die das Gespeicherte bei Bedarf auf den Bildschirm zaubern. Nun zeigen Untersuchungen zur Retrievaltechnik in großen Datenbanken allerdings, daß das schon aus Gründen der Wahrscheinlichkeit nicht der Fall sein kann: bei der Anfrage in einer Datenbank mit zwei kombinierten Schlagworten (»Suche alles zu ›Hund‹ und ›Briefträger‹!«) kann man nur sechs Prozent der für das Thema einschlägigen Dokumente finden; und ob das dann ausgerechnet die relevanten Dokumente sind, steht auf einem anderen Blatt.
Natürlich hat auch die konventionelle Bibliothek das Problem, daß sie immer nur einen Ausschnitt aus der Überlieferung bieten kann. Aber die Art, wie dieser Ausschnitt präsentiert wird, unterscheidet sich fundamental von dem, was von einer Datenbank als Rechercheergebnis angezeigt wird. Während man nämlich in einer konventionellen Bibliothek sinnlich erfahren kann, daß das zu einem Thema endlich gefundene Buch nur ein Element aus der Masse noch nicht berücksichtigter Bücher in den dunklen und verstaubten Ecken des Gebäudes ist, während man also in der konventionellen Bibliothek zu jeder Zeit genau lokalisieren kann, was man schon kennt (die Bücher da vorne) und was nicht (alles da hinten), verbirgt die virtuelle Bibliothek das noch nicht Gewußte an unbekannten und unserer Erfahrung entzogenen Speicherplätzen. Wir wissen daher nie, was uns noch fehlt.
Der total recall, den das Internet verheißt, ist also alles andere als die datentechnische Implementation des »Gedächtnisses der Menschheit«, vielmehr handelt es sich um einen globalen Entzug von Gedächtnis: An die Stelle der am kulturellen Gedächtnis arbeitenden gelehrten Gemeinschaften oder interessierten Öffentlichkeit rückt ein potentieller technischer Zugang zu einem globalen Datennetz, das nicht Wissen, sondern Informationen bietet, deren Aneignung nicht als Problem der Erziehung, sondern nur als Problem der richtigen Software gilt.
Damit wiederholt sich auf neuester medientechnischer Stufe ebenjene Konstellation, die Platon im Phaidros die Erfindung der Schrift kritisieren ließ. Wer nämlich glaubt, so Platon, ein Medium wie die Schrift könne ganz von selbst Wissen vermitteln, versieht sich darin, daß Wissen die mühsame gemeinschaftliche Reflexion des Gewußten ist. Das hieß schon für Platon nicht, daß wir auf Medien verzichten können; vielmehr helfen sie uns beim Erinnern, aber dieses Erinnern ist nur demjenigen von Nutzen, der sich in einer Sache bereits auskennt.
Wenn daher Medien und Reflexion seit je aufeinander verwiesen sind, ohne daß man die eine der beiden Seiten kurzerhand der anderen zuschlagen kann, dann muß man genauer danach fragen, ob ein Medium — hier: die virtuelle Bibliothek — überhaupt als reflexionsbegleitendes Medium taugt und Wissen vermitteln kann. Daß die virtuelle Bibliothek dazu nicht in der Lage ist, liegt dann nicht an ihrer Medialität als solcher, sondern daran, daß sie die lokalistische Struktur von Gedächtnis und Gemeinschaft aufkündigt und in einem ortlosen Nirgendwo eine uns unfaßliche Totalität der Überlieferung aufzuheben unternimmt. Darin zeigt sich das technische Unternehmen der virtuellen Bibliothek als Wiederkehr des Mythos. Als nämlich Odysseus an den Sirenen vorüberfuhr, da lockte ihr süßer Gesang mit dem Versprechen, alles zu wissen, »was irgend geschieht auf der vielernährenden Erde«. Es waren Todesvögel, die so sangen; und die List der Vernunft lag darin, ihrer Lockung nicht zu erliegen und den eigenen Weg fortzusetzen. Man verfehlt dann zwar das ominöse Glück des Allwissens, kommt aber immerhin bis Ithaka.
Auswahlliteratur:
Am Ende — das Buch. Semiotische und soziale Aspekte des Internet. Uwe Jochum, Gerhard Wagner (Hrsg.). Konstanz: UVK, Universitätsverlag Konstanz, 1998.
Luciano Canfora: Die verschwundene Bibliothek. Berlin: Rotbuch Verlag, 1990.
The future of the book. Ed. by Geoffrey Nunberg. Berkeley [u.a.]: University of California Press, 1996.
Uwe Jochum: Kleine Bibliotheksgeschichte. 3., erw. Aufl. Stuttgart: Reclam, 2007.
Thomas Mann: The Oxford Guide to Library Research. New York [u.a.]: Oxford University Press, 1998.
Mythos Internet. Hrsg. von Stefan Münker u. Alexander Roesler. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1997.
Paul Raabe: Die Bibliothek als humane Anstalt betrachtet. Plädoyer für die Zukunft der Buchkultur. Stuttgart: Metzler, 1986.
Stoll, Clifford: Die Wüste Internet. Geisterfahrten auf der Datenautobahn. Frankfurt am Main: Fischer, 1996.
Die Welt des Lesens. Von der Schriftrolle zum Bildschirm. Hrsg. von Roger Chartier und Guglielmo Cavallo. Frankfurt am Main [u.a.]: Campus, 1999.
Der vorstehende Text erschien zuerst in dem Band 7 Hügel. Bilder und Zeichen des 21. Jahrhunderts. Bd. 6: Wissen. Hrsg. von Gereon Sievernich u. Hendrick Budde. Berlin: Herschel, Berliner Festspiele, 2000, S. 35–40. Für die hier vorliegende Neupublikation habe ich an zwei Stellen die im Jahre 2000 benutzte Verbform des Präsens in die Vergangenheit gesetzt, weil die seitherige Entwicklung die vor einem Vierteljahrhundert im Präsens gemachten Vorhersagen zu Realitäten werden ließ, die selbst schon wieder wie historische Bestände anmuten.